MÄRKTE 9-Ölpreis-Verfall schürt Zweifel an Venezuelas Bonität

jueves 16 de octubre de 2014 09:35 GYT
 

Frankfurt, 16. Okt (Reuters) - Der Verfall des Ölpreises schürt die Furcht vor Zahlungsproblemen des südamerikanischen Förderlandes Venezuela. Für die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets venezolanischer Anleihen gegen Zahlungsausfall über den Zeitraum von fünf Jahren verlangten Anbieter von Credit Default Swaps (CDS) am Donnerstag eine Anzahlung von 4,175 Millionen Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit. Am Dienstag hätten sie lediglich 3,868 Millionen Dollar gefordert.

Solche Anzahlungen werden lediglich aus CDS derjenigen Schuldner erhoben, die als kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen gesehen werden. Käufer venezolanischer CDS müssen außerdem noch eine jährliche Prämie von 500.000 Dollar zahlen.

Wegen des Ölpreis-Verfalls brächen Venezuela die Einnahmen weg, sagte Russ Dellen, Chef von Caracas Capital Markets in Miami. Die große Frage sein nun, wie lange sich das Land finanziell noch über Wasser halten könne.

Die Nervosität der Investoren spiegelte sich auch am Anleihe-Markt wider. Die Rendite der richtungsweisenden Anleihen des staatlichen Ölkonzerns PDVSA[PDVSA.UL} mit einer Laufzeit bis 2017 kratzte an der Marke von 30 Prozent und hat sich damit binnen sechs Wochen fast verdoppelt. Venezolanische Staatstitel mit einer Laufzeit bis 2027 rentierten bei 16,986 Prozent. (Reporter: Hakan Ersen, unter Mitarbeit von Daniel Bases; redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1231 oder 030 - 2888 5168.)