Guten Morgen von Reuters am Donnerstag, den 20. November

jueves 20 de noviembre de 2014 02:02 GYT
 

TOP NEWS:
    * FED-PROTOKOLL: Die US-Notenbank will trotz des Aufschwungs die Zinsen noch geraume Zeit
niedrig halten. Nur ein stimmberechtigtes Mitglied des Offenmarktausschusses (FOMC) sprach sich
für das Ende dieses Bekenntnisses aus, wie aus den Protokollen der Notenbank-Sitzung vom Oktober
hervorging. Mehrere Zentralbanker sind zugleich dafür, schon bald näher zu erläutern, in welchem
Tempo die geldpolitischen Zügel gestrafft werden könnten. An den Märkten wurde auch nach
Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle mit einer Zinserhöhung nicht vor September 2015
gerechnet.
    * JAPAN: Die japanischen Exporte haben im Oktober unerwartet kräftig zugelegt und Hoffnungen
geschürt, dass der überraschende Rückfall des Landes in die Rezession schon bald überwunden sein
könnte. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent und damit so deutlich wie
seit acht Monaten nicht mehr. Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 4,5 Prozent gerechnet.
    * CHINA: Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC und des Markit-Instituts für November
ist auf 50,0 Punkte nach 50,4 im Oktober gesunken. Volkswirte hatten 50,3 Zählern erwartet.
Damit nehmen die Sorgen zu, die Wirtschaft des Landes könne insgesamt an Fahrt verlieren. 
    * THYSSENKRUPP hat erstmals seit Jahren einen Nettogewinn erzielt und will auch
eine Dividende zahlen. Die Anleger sollen für das Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende September) elf
Cent je Aktie erhalten, wie das Unternehmen mitteilte. Damit hatten viele Analysen nicht
gerechnet. Nach drei Verlustjahren in Folge fuhr der Konzern einen Nettogewinn von 210 Millionen
Euro ein nach einem Fehlbetrag von über 1,4 Milliarden Euro im Vorjahr.
    Der neue Großaktionär CEVIAN schickt seinen Deutschland-Chef in den Aufsichtsrat von
ThyssenKrupp. Jens Tischendorf wurde vom Aufsichtsrat als Vertreter der Anteilseigner für die
Wahl in das Gremium vorgeschlagen, wie aus einer vom Konzern veröffentlichten Liste hervorging. 
    
    
    =========================================
    FIRMEN UND BRANCHEN:
    
    DAX:
    * BMW : Der scharfe Wettbewerb in China drückt bei dem Autobauer auf die Gewinne,
sagte der für China zuständige BMW-Manager Engel in Guangzhou. Für Oberklassen-Fahrzeuge sagte
Engel ein Marktwachstum in China von jeweils rund zehn Prozent in den kommenden Jahren voraus. 
    * VW : "Audi wird auch in Zukunft sehr hohe Investitionen in die deutschen
Standorte tätigen", sagte Audi-Betriebsratschef Mosch der Nachrichtenagentur Reuters. "Es geht
darum, die Gewinne der Zukunft zu sichern." 
    * SAP : Die Aktionäre von CONCUR haben der Übernahme durch SAP zugestimmt,
wie SAP mitteilte. SAP erwarte den Abschluss der Übernahme nun um den 4. Dezember.  
    
    
    MDAX:
    * AIRBUS hat sich nach Reuters-Informationen einen Auftrag von DELTA AIR
LINES über 50 Maschinen mit einem Listenpreis von 14 Milliarden Dollar gesichert.     
    * PROSIEBENSAT.1 hält die Beteiligung eines Partners an seiner
Online-Videoplattform Maxdome für möglich. Ein solcher Schritt könne generell sinnvoll sein,
sagte der zuständige Vorstand Christian Wegner auf einer Branchenmesse in Barcelona.
"Partnerschaften hängen hauptsächlich von der Gelegenheit ab. Offensichtlich sprechen wir mit
jedem und sehen das nicht dogmatisch", sagte er.
    * SKY DEUTSCHLAND steht nun voll unter Kontrolle des neuen Haupteigners
BSKYB . Jeremy Darroch, der Vorstandschef des britischen Pay-TV-Senders, übernahm
den Aufsichtsratsvorsitz des deutschen Bezahlsenders. Er folgt damit auf James Murdoch, der dem
Kontrollgremium nun als einfaches Mitglied angehört. 
    
    
    TECDAX: 
    * TELEFONICA DEUTSCHLAND : KPN erwägt, seine Beteiligung an Telefonica
Deutschland zu verkaufen. "Das könnte eine der interessanten Optionen sein", sagte KPN-Chef Blok
auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. "Am Ende kommt es auf den Preis an." Nach der Fusion
von Telefonica Deutschland und E-Plus hält KPN 20,5 Prozent an dem Mobilfunkbetreiber. KPN könne
an der Beteiligung auch festhalten oder sie an die Aktionäre abgeben, sagte Blok.  

    
       
    FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN UND TERMINE: 
    * PEUGEOT treibt Insidern zufolge seinen Stellenabbau weiter voran. Im kommenden
Jahr würden in Frankreich 3450 Jobs gestrichen, sagten zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen.
Das entspricht rund sechs Prozent der heimischen Belegschaft. 
    * VODAFONE signalisiert die Bereitschaft zum Verkauf weiterer Konzernanteile. Wenn
der Preis stimme, könnten Bereiche außerhalb des Kerngeschäfts veräußert werden, sagte
Vodafone-Chef Colao auf einer Branchenveranstaltung in Barcelona.
    * VTB : Die russische Großbank verhandelt dem "WSJ" zufolge nicht mehr über den Kauf
des italienischen Modehauses CAVALLI. Die Gespräche seien beendet worden, weil Cavalli VTB zu
teuer sei, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei mit der Sache vertraute Personen. 
    * SYNGENTA wird in den USA auch von ARCHER DANIELS MIDLAND verklagt.
Syngenta habe nicht ausreichend sichergestellt, dass sein Mais der Sorte MIR162 nicht in Märkte
exportiert werden könne, in denen er nicht zugelassen sei, teilte ADM mit. Syngenta bezeichnete
die Klage als unbegründet. 
    * PETROBRAS drohen der Investmentbank Morgan Stanley zufolge wegen seines
Korruptionsskandals immer größere finanzielle Risiken. Die Aufarbeitung des Falles könne zu
Abschreibungen von bis zu 6,5 Milliarden Euro führen, schätzen die Morgan-Stanley-Analysten in
einem Schreiben an Kunden, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Sollten die Ermittlungen
der Staatsanwaltschaft und die internen Prüfungen länger als erwartet dauern und sich Hinweise
auf weiteres Fehlverhalten ergeben, könne dies die Refinanzierung des hoch verschuldeten
Unternehmens erschweren. 
    * METZ: Der Fernsehgeräte-Hersteller hat beim Amtsgericht Fürth Insolvenz angemeldet, wie
ein Firmensprecher sagte. 
    * UNISTER: Der Betreiber des Online-Reiseportals "fluege.de" soll laut Finanzkreisen
verkauft werden. Vor allem Finanzinvestoren buhlten um die Unister Holding, sagten mehrere mit
der Transaktion vertraute Personen. Neben dem SCOUT24 -Haupteigentümer Hellman &
Friedman und Firmen wie SILVER LAKE, EQT und KKR zeigten auch Medienunternehmen wie
PROSIEBENSAT.1 Interesse, hieß es in Finanzkreisen. Unister könnte für 700 Millionen
Euro über den Ladentisch gehen, einige Insider hoffen sogar auf bis zu eine Milliarde Euro. 
    * SCHAEFFLERIPO-SHF.F: Q3
    * RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL : Q3 - Analystenprognosen: Gesamtertrag 1,3 Mrd
Euro, Risikovorsorge 534 Mio Euro, Fehlbetrag 170 Mio Euro
    * FRAUENTHAL : Q3
    * ROSENBAUER : Q3
        
    Zusatzinfo unter Doppelklick auf   
    Zusatzinfo aus Europa (in englischer Sprache) 
 
   
    Weitere Nachrichten finden Sie hier:   
    www.reuters.de  
    www.twitter.com/REUTERS_DE 
    www.reuters.com  
    insider.thomsonreuters.com   
    Facebook: on.fb.me/zThKio
    Google Plus: bit.ly/x2BpaC 

      
    =========================================
 SNAPSHOT MÄRKTE:
 Euro/Dollar          1,2546  Mittwochabend New York  1,2553
 Pfund/Dollar         1,5671  Mittwochabend New York  1,5680
 Euro/Pfund           0,8005     EZB-Fixing Mittwoch  0,7991
                                                                                     
     Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter:                 
                                                                                     
 Dow Jones             17.685,73     unv.
 Nasdaq                 4.675,71    minus  0,6 Prozent
 S&P 500                2.048,72    minus  0,2 Prozent
 * Nach der jüngsten Rekordjagd haben die New Yorker Börsen am Mittwoch eine
 Verschnaufpause eingelegt. Im Mittelpunkt des Interesses standen die Protokolle der
 jüngsten Notenbank-Sitzung. Doch die Anleger fanden darin kaum die begehrten
 Hinweise darauf, wann genau die Federal Reserve eine Zinswende in den USA anpeilt. 
     Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt unter:               
                                                                                     
 Nikkei                17.321,65     plus  0,2 Prozent
 Topix                  1.399,55     plus  0,2 Prozent
 Shanghai               2.452,82     plus  0,1 Prozent
 Hang Seng             23.409,09     plus  0,2 Prozent
                                                                                     
     * Die BÖRSE IN TOKIO hat am Donnerstag leicht zugelegt. Auftrieb gab der
 überraschend starke Anstieg der japanischen Exporte, für einen Dämpfer sorgte
 allerdings die unerwartet schwache Wirtschaftsentwicklung in China.     
     Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter:                         
                                                                                     
 EUROPÄISCHER AKTIENMARKT: Schluss-Stände vom 19.11.14
 Dax                         9.472,80     plus  0,2 Prozent
 Dax-Future                  9.462,00     plus  0,1 Prozent
 EuroStoxx50                 3.123,12     plus  0,1 Prozent
 EuroStoxx50-Future          3.116,00     plus  0,1 Prozent
                                                                                     
 DAX-INDIKATIONEN:
 Lang & Schwarz                   9.482,50
 Deutsche Bank                    9.470,00
 Late/Early-Dax                   9.477,03
                                                                                     
 EUROSTOXX50-INDIKATIONEN:
 Deutsche Bank                    3.121,00
     Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter:                     
                                                                                     
 ANLEIHEN: Schluss-Stände vom 19.11.14
 Bund-Future                   151,13
 T-Bond-Future               141-8/32
 Gilt Future                   116,32
                                         Rendite am    Rendite am
                                          20.11.14      19.11.14
 10-jährige Bundesanleihe                   0,835         0,839
 30-jährige Bundesanleihe                   1,716         1,722
 10-jährige US-Anleihe                      2,345         2,351
 30-jährige US-Anleihe                      3,065         3,066
 10-j. Frankreich-Anleihe                   1,181         1,190
 10-j. Italien-Anleihe                      2,303         2,321
 10-j. Spanien-Anleihe                      2,109         2,133
 10-j. Irland-Anleihe                       1,527         1,565
 10-j. Portugal-Anleihe                     3,097         3,164
 * Auch das Geschäft an den US-Kreditmärkten wurde von den Fed-Protokollen dominiert,
 die den dortigen Verkaufstrend aber nicht stoppen konnten. So verloren die
 zehnjährigen Staatsanleihen 10/32 auf 99-01/32. Sie rentierten mit 2,36 Prozent. Die
 30-jährigen Bonds gaben 20/32 auf 98-15/32 nach und hatten eine Rendite von 3,08
 Prozent.
     Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]
                                                                                     
 ROHSTOFFE:
 Brent-Öl                  78,31     plus  0,21 Dollar
 WTI-Öl                    74,71     plus  0,13 Dollar
 Gold                   1.179,80    minus   0,3 Prozent
 Kupfer                 6.678,50    minus   0,1 Prozent
     Zusatzinfo zum Rohstoffmarkt unter:       
 
    
    =========================================
    BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN, KONJUNKTUR UND POLITIK:
    * FRANKREICH: Ein Defizitverfahren gegen Frankreich ist in der EU-Kommission offenbar noch
nicht vom Tisch. Wenige Tage vor der endgültigen Beurteilung nationaler Haushaltpläne durch die
Brüssler Behörde sagten mehrere EU-Vertreter zu Reuters, eine Strafe für wiederholte Verstöße
der Pariser Regierung gegen die Regeln der EU sei weiterhin eine ernstzunehmende Option.
    * USA/EINWANDERUNG: Präsident Obama will seine umstrittene Einwanderungspolitik im
Alleingang durchsetzen. Obama werde sein Vorhaben am Donnerstag erläutern, teilte das
Präsidialamt mit. Diese Republikaner haben angedroht, keinem Haushalt zustimmen, der Obamas
Einwanderungspläne finanziert.
    * FLUGSICHERUNG: Der Bund muss die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit einer halben Milliarde
Euro stützen. Verkehrsminister Dobrindt bestätigte, über die nächsten fünf Jahre werde so das
Kapital der DFS aufgestockt. "Damit stärken wir die Deutsche Flugsicherung und dämpfen
gleichzeitig den Anstieg der Gebühren erheblich - im Interesse aller Fluggäste und der
Luftfahrtunternehmen", sagte der CSU-Politiker Reuters.
    * ARBEITSMARKT: Arbeitnehmer in Deutschland müssen sich der BA zufolge derzeit kaum Sorgen
vor einem Rauswurf machen. "Das Risiko, entlassen zu werden, ist im Moment so gering wie nie in
den letzten 15 Jahren", sagte BA-Chef Weise der "Bild". Die aktuelle Eintrübung der Konjunktur
treffe den Arbeitsmarkt derweil nicht. Deutschland sei vielmehr auf lange Sicht auf dem Weg zur
Vollbeschäftigung. 
    * FRACKING: Gas soll in Deutschland künftig doch durch Fracking gewonnen werden können. Die
Bundesregierung weicht ihre Pläne für ein Fracking-Verbot auf und will es unter Auflagen in
Einzelfällen zulassen. 
    * Fortsetzung der EURO FINANCE WEEK, u.a. mit dem Chef der Europäischen Börsenaufsicht
(EMSA), Maijoor
    * EZB-Direktoriumsmitglied Mersch bei Konferenz für Wirtschaft, Politik, Journalismus in
Dortmund, auch mit Finanzstaatssekretär Kampeter, Arbeitsstaatssekretär Asmussen, IG BCE-Chef
Vassiliadis und ING-DIBA        -Chef Boekhout 
    * FED-Direktoriumsmitglied Tarullo redet auf ClearingHouse-Jahreskonferenz in New York
    * FED: Präsident der Fed von San Francisco, Williams bei Konferenz der Bank von Korea in
Seoul

    =========================================
    INDIKATOREN DES TAGES:    
                                             Prognose        Vorper.
 0800  DE  Erzeugerpreise              Okt     -0,2    vH      0,0
 0800  DE  ---------J/J                Okt     -0,9    vH     -1,0
 0930  DE  Markit-Einkaufsm.Schät.     Nov     51,5    Ind    51,4
 0930  DE  Markit-Serv.-Ind. Schät.    Nov     54,5    Ind    54,4
 1000  EZ  Markit-Einkaufsm.Schät.     Nov     50,8    Ind    50,6
 1000  EZ  Markit-Serv.-Ind. Schät.    Nov     52,4    Ind    52,3
 1000  EZ  Markit-Composite-I. Schät.  Nov     52,3    Ind    52,1
 1200  GB  CBI-Auftragstrend Ind.      Nov      -6     Ind     -6
 1430  US  Erst. Arbeitslosenhilfe     We      285     T       290
 1430  US  Verbraucherpreise           Okt     -0,1    vH     +0,1
 1430  US  ------------J/J             Okt     +1,6    vH     +1,7
 1430  US  Verbrau. ex Food/Energy     Okt     +0,1    vH     +0,1
 1430  US  -----------------J/J        Okt     +1,7    vH     +1,7
 1430  US  Realeinkommen M/M           Okt     +0,3    vH     +0,2
 1600  EZ  Verbrauchervertrauen vorl.  Nov    -10,70   Ind   -11,10
 1600  US  Frühindikatoren             Okt     +0,6    vH     +0,8
 1600  US  Pil. Fed Konjunkturindex    Nov     18,3    Ind    20,7
    Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
    Zusatzinfo unter: 
    
    ------------------------------------------------------------------------
    

 (Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen Frankfurt und Berlin.; Bei Rückfragen wenden Sie
sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1231 oder 030-2888 5168.)